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Indigo Kinder

Die INDIGO-KINDER und was sie von den anderen Kindern unterscheidet

Tifft man „solche“ Kinder stellt man sich des öfteren die Frage, ob da wirklich was dran ist oder ob man nicht einfach eine Entschuldigung für die Ueberforderung der Eltern und deren Unfähigkeit sucht?!

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Ihren Namen haben die Indigo-Kinder von der Farbe Indigoblau. Nach Ansicht der US-Amerikanerin Nancy Ann Tappe besitzt jeder Mensch eine bestimmte Lebensfarbe in Form einer Aura, welche sie sehen könne. Die Aura der meisten seit Ende der siebziger Jahre geborenen Kinder sei Indigoblau und diesen Kindern wird eine große spirituelle Begabung zugeschrieben.

Nach der Definition von Lee Carroll und Jan Tober (2000, S.16) ist ein Indigo-Kind:

„(…) ein Kind, das psychologische Merkmale an den Tag legt, die neu und ungewöhnlich sind, und ein Verhaltensmuster aufweist, das im Allgemeinen von früheren Zeitpunkten nicht belegt ist. Dieses Muster ist von gemeinsamen einzigartigen Faktoren gekennzeichnet, die es für diejenigen, die mit den Kindern zu tun haben (insbesondere Eltern) angeraten scheinen lassen, ihren Umgang mit den Kindern und deren Erziehung zu ändern, um ein Gleichgewicht herzustellen. Diese neuen Muster zu ignorieren, bedeutet nämlich möglicherweise, dass im Geist dieses kostbaren neuen Lebens Ungleichgewicht und Frustration entstehen (…)“

Die beiden Autoren listen in ihrer Publikation auch einige der ihrer Meinung nach geläufigsten Verhaltensmuster von Indigo-Kindern auf. Unter anderem finden sich folgende Beschreibungen (Ebenda, S. 16f):

  • Sie kommen mit dem Gefühl auf die Welt, königliche Hoheiten zu sein
    (und verhalten sich oft dementsprechend).
  • Sie haben Probleme mit absoluter Autorität
    (Autorität ohne Erklärung oder Wahlmöglichkeit).
  • Sie tun bestimmte Dinge partout nicht, so zum Beispiel fällt es ihnen schwer, Schlange zu stehen.
  • Sie sehen oft bessere Möglichkeiten, wie man etwas angehen könnte, ob zu Hause oder in der Schule, und so werden sie oft als Kinder gesehen, die gegen bestehende Systeme rebellieren
    (mit keinem System konform gehen).
  • Sie wirken unsozial, es sei denn, sie bewegen sich unter ihresgleichen. Sind keine anderen in ihrem Umfeld, deren Bewusstsein ähnlich strukturiert ist, so verkriechen sie sich oft in sich selbst und haben das Gefühl, von niemandem verstanden zu werden. Schule ist für sie sozial gesehen oft außerordentlich schwierig.
  • Sie sind nicht zurückhaltend, wenn es darum geht, deutlich zu machen, was sie brauchen.

Je nach Autor sollen Indigo-Kinder unterschiedliche Eigenschaften besitzen, doch alle Darstellungen teilen die Ansicht, dass es sich um ganz außergewöhnliche Kinder handle, die auch einer ganz speziellen Umgangsweise bedürften. Woitinas (2004, S. 14) beispielsweise beschreibt die Indigo-Kinder wie folgt:

„(…) Sie sagen mit eineinhalb Jahren bereits »Ich«, können schon mit zwei Jahren sprechen, mit drei Jahren sitzen sie am Computer, gründen mit vier Jahren eine eigene Band, mischen sich in die Gespräche der Erwachsenen ein und sagen ihnen, was sie zu tun haben. (…)“.

Seiner Meinung nach soll es sich also um äußerst hochbegabte, hochintelligente Kinder handeln, wohingegen Doreen Virtue, eine spirituell orientierte Psychologin und Mutter von vier angeblichen Indigo-Kindern, auch auf problematischere Merkmale der Indigos eingeht, die den Umgang mit ihnen nicht immer leicht machen. Laut Eigendarstellung verfügt sie persönlich und von Berufs wegen über umfassende Erfahrungen mit den »kleinen Lichtarbeiterinnen und Lichtarbeitern«, wie sie diese Kinder nennt, und spricht ihnen unter anderem folgende Eigenschaften zu (Virtue, 2003, S. 26):

  • 1978 oder später geboren
  • Dickköpfig
  • Kreativ, künstlerische Neigungen (Musik, Basteln von Schmuck, Gedichte, …)
  • Suchtgefährdet
  • „Alte Seelen“, als wären sie dreizehnjährige, die auf die dreiundvierzig zugehen
  • Intuitiv oder übersinnlich begabt, möglicherweise haben sie irgendwann in ihrer Vorgeschichte schon einmal Engel oder Verstorbene gesehen
  • Hang zur Absonderung von anderen, sei es durch aggressives Sichabreagieren oder durch Zerbrechlichkeit und Introvertiertheit
  • Schwanken zwischen geringem Selbstwertgefühl und Großspurigkeit
  • Langweilen sich leicht
  • Sind vielleicht als von ADS- oder ADHS betroffen diagnostiziert worden
  • Neigen zu Schlaflosigkeit, unruhigem Schlaf, Alpträumen oder Einschlafstörungen bzw. Angst vor dem Einschlafen
  • Knüpfen leicht enge Bande zu Pflanzen und Tieren

In dieser Beschreibung lassen sich einige Prinzipien gut erkennen, die auch in der Astrologie gerne bei der Erstellung von Horoskopen verwendet werden: Man beschreibt allgemein Gültiges (vgl. „Kinder langweilen sich leicht“ oder „Kinder haben manchmal (Ein-) Schlafprobleme“), man stellt zwei Extrempunkte dar, zwischen denen diese Kinder sich befinden können (vgl. „aggressives Sichabreagieren und Introversion“ oder „Geringes Selbstwertgefühl und Großspurigkeit“) oder man verwendet Ausdrücke, die das Gesagte abmildern und auch das Gegenteil zulassen, ohne die These zu widerlegen (vgl. „möglicherweise“, „vielleicht“, „neigen zu“). Hier wird ein so breites Spektrum von Eigenschaften zusammengestellt, dass viele Eltern ihre Kinder problemlos in der oben dargestellten Beschreibung wieder finden können.

Nancy Ann Tappe beschreibt verschiedene Typen von Indigo-Kindern. Je nach charakterlicher Grundveranlagung lassen sich angeblich vier Hauptgruppen unterscheiden, die im Folgenden kurz beschrieben werden sollen (nach Woitinas, 2004, S. 48/49):

  1. Der humanistische Typ
    Kinder dieses Typs sind hyperaktiv, gesellig und unterhalten sich mit jedem freundlich. Sie spielen oft mit zahlreichen Spielzeugen gleichzeitig.
  1. Der ideenorientierte Typ
    Kindern dieses Typs liegt mehr an Projekten als an Menschen. Sie sind die künftigen Ingenieure, Architekten, Designer, Astronauten, Piloten und Offiziere. Sie sind eher sportlich und neigen im Teenageralter zu Suchterkrankungen, vor allem zu Drogen.
  1. Der künstlerische Typ
    Kinder dieses Typs sind viel sensibler, oft kleinwüchsig, wenn auch nicht immer. Sie sind kreativ, werden vielleicht Lehrer oder Künstler. Im Kindesalter befassen sie sich fünf Minuten mit einer Sache und legen sie dann wieder hin. Als Jugendliche jedoch können sie ein Feld herausgreifen und virtuos auf diesem Gebiet werden.
  1. Der interdimensionale Typ
    Kinder dieses Typs vereinen viele der Eigenschaften der anderen drei Typen in sich. Sie sind außerdem größer als alle anderen und im Alter von ein oder zwei Jahren lassen sie sich schon nichts mehr von ihren Eltern sagen. Das sind diejenigen, die neue Philosophien und neue Religionen auf die Welt bringen werden.

Auch hier kann man wieder erkennen, dass für alle Eltern und Kinder die entsprechende Kategorie dabei ist. Ist das Kind eher gesellig, sachorientiert, sensibel oder eine Mischung aus verschiedenen Eigenschaften, so wird es mit dem jeweiligen Etikett versehen.

Aber: Egal ob humanistischer, ideenorientierter, künstlerischer oder interdimensionaler Typ, fragen sie ihr Indigo-Kind nach Lösungsvorschlägen für den Umgang mit sich selbst oder wenden sie sich mit Gebeten an den Engel ihres Kindes.

gelesen bei:  sekten-info-essen.de